Zeit um zu einer der Fragen zu kommen, deren gesamtgesellschaftliche Relevanz kaum zu übertreffen ist. Relevant zumindest für die Frühstücksgesellschaft bei mir zu Hause: Warum hat eigentlich ein Ei nicht mehr die Form eines Eis?
Früher, da gab es die dickere UNTERseite und die schmaler OBERE Hälfte, die einem einen untrüglichen Hinweis liefert, wo das Ei treffsicher zu köpfen sei. Heute sind braune Eier nach meiner Beobachtung exakt gleich proportioniert (weiße vielleicht auch? Ich weiß es nicht, esse immer braune Eier). Die richtige Seite zu köpfen wird zum gnadenlosen Glücksspiel.
Bei meiner Freundin und mir entscheidet dieser kurze Moment des sonntäglichen Eiköpfens darüber, ob der Tag noch ein gelungener Tag werden kann. Wenn meine Freundin die falsche Hälfte erwischt, ist sie für Stunden tief traumatisiert und verärgert. Und jedes mal fragen wir uns wieder und wieder aufs neue: Warum hat ein Ei nicht mehr die Form eines Eis? Warum haben Eier sowohl ihr Oben als auch ihr Unten verloren? Liegt es an der Lagerung? Gibt es eine neue EU-Richtlinie für FORMLOSE Eier? Legen Hühner ihre Eier inzwischen anders? Helfen Sie mir mit einer klugen und hoffentlich richtigen Erklärung! Danke
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Lieber Martin, ich kann nicht helfen! Ich kann nur schildern, wie es bei mir ausschaut. Tatsächlich ist mit das nicht aufgefallen, dass sich die Eier im Laufe der Jahre verändert haben. Meine Freundin kocht die Eier nie unter 10 Minuten – danach kann man auch mit dem Hammer draufschlagen, egal von welcher Seite. Ich dagegen bin im wahrsten Sinne des Wortes ein Weichei. Wo immer ich mit Löffel oder Messer ansetze, es gibt eine Sauerei. Mit Form hat das, was ich da manchmal anrichte, rein gar nichts mehr zu tun. Nun könnte ich sagen, dass mir das alles ei-nerl-ei ist. Ist es aber nicht. Hier geht’s schließlich um’s Ei – vielleicht sogar um das kolumbische (sagt man das so???). Und darum melde ich mich wenigstens mal zu Wort und hoffe, dass andere Leute mehr WISSEN!
Herzlichen Gruß – gerade auf Eier-Diät – Mike Litt