Blick aus Silke Ballwegs Hotelzimmer

Da schrieb ich gestern, dass ich noch keine starken Beben erlebt hatte – und dann wackelte es kurz darauf doch! Ich lag schon im Bett und hatte geschlafen, als ich gestern aufwachte. Mein Zimmer knarzte und schwankte. Ich sprang raus, schaltete den Fernseher ein: Erdbeben vor dem Nordosten Honshus. Und Tsunamiwarnung. Mein gesamtes Hotelzimmer bewegte  » weiter

Silke Ballweg

Erdbeben in Japan sind mir nicht fremd. Vor ein paar Jahren habe ich zwei Jahre in Tokio gelebt – und da hat es regelmäßig gewackelt. Aber als ich vor zwei Wochen nach dorthin geflogen bin, da hatte ich – naja, Angst ist zu viel gesagt – aber doch Respekt vor den Nachbeben, die da kommen  » weiter

Kirschblüte in Japan

Es ist zwar kälter als sonst, die Temperaturen klettern nur selten auf 15 Grad Celsius. Aber trotzdem habe ich heute die ersten Kirschblüten gesehen. Den Japanern stehen somit wieder besondere Tage ins Haus. Viele Parks, Gehwege und Plätze in Japan sind ganz bewusst mit Kirschbäumen bepflanzt, und wenn die Bäume im Frühjahr dann endlich blühen, werden  » weiter

Die tägliche Strahlungsmeldung auf dem Smartphone.

Sobald ich mich mit japanischen Freunden oder Bekannten treffe, landen wir bei jedem Gespräch irgendwann am 11. März, dem Tag des Erdbebens. “Wo warst Du, als es passiert ist?”, frage ich meist – und dann hat jeder eine bewegende Geschichte zu erzählen. Einer war im Supermarkt, da wackelten plötzlich die Regale. Ein anderer im Büro.  » weiter

Normalität in Tokio

Leider arbeite ich fast von morgens bis abends und ich habe weder die Zeit noch die Ruhe, mich mal für längere Passagen vor den Fernseher zu setzen, um einen Eindruck zu bekommen, was läuft. Immerhin, so viel habe ich mitbekommen: Die privaten Sender sind fast wieder back to normal. Direkt nach dem Erdbeben hatten sie ihr Programm  » weiter

Die Stimmung in Tokio hat sich verändert. Besonders abends.

Tagsüber ist – zumindest im Einkaufsviertel Shibuya – fast alles wie immer. Die Teenies spazieren mit ihren Freunden auf der Straße.  Musik plärrt aus den Lautsprechern der Geschäfte. Die Schüler stehen auf der Straße rum und plaudern. Einige kaufen ein. Aber am Abend merkt man dann doch, dass die Stimmung in der Stadt eine andere  » weiter

Ich bin in Tokio gelandet. Ich wohne in Shibuya und aus dem gläsernen Hotelaufzug kann ich auf den Hachiko runterschauen und auf die Shibuya-Crossing, die berühmte Kreuzung mit den vielen, vielen Zebrastreifen. Früher konnte man hier abends Zeitung lesen, weil der Platz taghell erleuchtet war. Aber nun ist er tatsächlich dunkel. Die Japaner würden wohl “kowai”  » weiter