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	<title>Redaktionsblog DRadio Wissen</title>
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	<description>Hirn will Arbeit</description>
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		<title>SOPA, ACTA und Co. Der OnlineTalk mit MP3 und Timeline</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Debatte um die sogenannte Internetpiraterie nimmt an Schärfe zu, erste Proteste zeigen aber auch Wirkung. Im OnlineTalk am zurückliegenden Samstag gingen wir der Frage nach, wie mächtig die digitalen Zivilgesellschaften bereits sind. Den Link zum Originalartikel mit weiteren Details gibt es hier. Unten gibt es die Timeline für Schnellhörer und dazu noch die Übersicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte um die sogenannte Internetpiraterie nimmt an Schärfe zu, erste Proteste zeigen aber auch Wirkung. Im OnlineTalk am zurückliegenden Samstag gingen wir der Frage nach, wie mächtig die digitalen Zivilgesellschaften bereits sind. Den Link zum Originalartikel mit weiteren Details gibt es <a href="http://wissen.dradio.de/netz-reporter-xl-sopa-acta-und-co.126.de.html?dram:article_id=14638">hier</a>. Unten gibt es die Timeline für Schnellhörer und dazu noch die Übersicht mit den Studiogästen und das MP3 zum Download&#8230;<strong><span id="more-362"></span></strong></p>
<div>
<div>
<p><a href="http://medialdigital.de/" target="_blank">Ulrike Langer</a>, sie ist Medienjournalistin in Seattle (USA) und sagt im Bezug auf Sopa: &#8220;Die letzten Tage haben gezeigt, dass Geld nicht immer Gesetze kaufen kann&#8221;.</p>
<p><a href="http://beckedahl.org/" target="_blank">Markus Beckedahl</a>, er bloggt auf <a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank">Netzpolitk.org, </a>hat die NGO <a href="http://digitalegesellschaft.de/" target="_blank">Digitale Gesellschaft e.V</a> gegründet und meint: &#8220;Es geht hier um einen Kulturkampf, Hollywood gegen das Internet.&#8221;</p>
<p><a href="http://janalbrecht.eu/" target="_blank">Jan Albrecht</a> &#8211; er sitzt für die Grünen im Europaparlament und erklärt: &#8221;Acta ist eine Richtungsentscheidung&#8221;. Die Verantwortung solle dabei verlagert werden hin zu den einzelnen Internet-Nutzern.</p>
<p>Die Moderation der Netzreporter.XL Ausgabe hat <a href="http://twitter.com/verali">Vera Linß</a>. Das MP3 gibt es <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/21/drw_201201211105_online_talk_-_21_01_2012_afff61e0.mp3">hier</a>.</p>
<p>7.30-5.20</p>
<p>Unterschied Urheberrecht: Deutschland-USA<br />
bzw. Copyright vs. Urheberrecht</p>
<p>11.40-10.30</p>
<p>Diskussion zum Urheberrecht in den USA</p>
<p>13.30-15.50</p>
<p>allgemeine Fragen zum Urheberrecht</p>
<p>21.50-20.15</p>
<p>beschäftigt sich mit der Frage, ob in Europa auch<br />
Abgeordnete für das Gesetz gekauft werden könnte wie in<br />
den USA</p>
<p>25.00-23.40</p>
<p>Reaktionen aus Hollywood auf das Gesetz</p>
<p>26.30-25.00</p>
<p>Beantwortung der Frage warum sich die Präsidentschafts-<br />
kandidaten der Republikaner gegen das Sopa aussprechen<br />
und die Verbindung von Hollywood mit dem Gesetz</p>
<p>33.40-32.50</p>
<p>es wird sich mit der Frage beschäftigt, ob in Deutschland<br />
ähnliche Gesetze geplant werden wie das Sopa</p>
<p>40.20-38.30</p>
<p>Beschäftigung mit der Frage, was man mit Pipa gedurft hätte<br />
44.15-42.30</p>
<p>es geht um die neue Qualität bezüglich der Internet-<br />
rechte</p>
<p>4.30-3.00</p>
<p>Spekulationen über die Frage ob ein neues Urheberrecht<br />
entstehen solle oder die Einführung von Acta</p>
<p>47.40-46.40</p>
<p>warum die Durchsetzung des Gesetzes viel eher<br />
in den USA möglich ist als in Europa</p>
<p>52.45- 51.05</p>
<p>Erklärung warum Sopa überhaupt gefährlich ist</p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Netzkommentar: Der Stop Online Piracy Act und die Folgen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 15:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Stop Online Piracy Act in den USA ist auch für Europa ein relevantes Thema. Ein Netzkommentar von Matthias Spielkamp vom Urheberrechtsportal irights.info Wieder mal ein Netzthema, das es bis in die Tagesschau geschafft hat. Sopa, der berühmt-berüchtigte Stop Online Piracy Act sorgte in dieser Woche für kontroverse Debatten – außerhalb des Netzes. Denn im Netz sind sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Stop Online Piracy Act in den USA ist auch für Europa ein relevantes Thema. Ein Netzkommentar von <a href="http://immateriblog.de/">Matthias Spielkamp</a> vom Urheberrechtsportal <a href="http://irights.info">irights.info</a><br />
</strong></p>
<p>Wieder mal ein Netzthema, das es bis in die <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/sopapipa100.html" target="_blank">Tagesschau geschafft </a>hat. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act" target="_blank">Sopa</a>, der berühmt-berüchtigte Stop Online Piracy Act sorgte in dieser Woche für <a href="http://wissen.dradio.de/internetsicherheit-aerger-um-internetgesetze.36.de.html?dram:article_id=14581" target="_blank">kontroverse</a> Debatten – <a href="http://netzpolitik.org/2012/sopa-wer-sagt-was/" target="_blank">außerhalb des Netzes</a>. Denn im Netz sind sich fast <a href="http://wissen.dradio.de/wikipedia-blackout-im-netz.33.de.html?dram:article_id=14583" target="_blank">alle einig</a></p>
<p>Dieser  Gesetzentwurf, der vorgibt, die so genannte Onlinepiraterie bekämpfen  zu wollen, hat das Potential das Internet, wie wir es bisher kannten,  massiv zu verändern. Und diese Veränderung hätte nicht nur Folgen für  die USA, wo Sopa als nationales Gesetz immer noch in Kraft treten  könnte, sondern auch für Userinnen und User in Europa. Das jedenfalls  meint Matthias Spielkamp von Urherrechtsportal <a href="http://irights.info">irights.info</a>. Das <a href="../netzkommentar-der-stop-online-piracy-act-und-die-folgen/" target="_blank">Manuskript zum Artikel gibt es übrigens</a> bei uns im Blog.</p>
<p>Das Manuskript zum Kommentar gibt es hier:</p>
<p><em>SOPA und PIPA – hört sich an wie die Namen von possierlichen Tierchen aus einem Disney-Film. Doch SOPA und PIPA sind eher Bluthunde als Stoffhäschen. Die Abkürzungen stehen für zwei Gesetzesvorschläge in den USA. Sie sollen Urheberrechtsverletzungen verhindern, sagen ihre Befürworter. Doch sie würden vor allem der Unterhaltungsindustrie nie gekannte Möglichkeiten geben, Websites abzuschalten, die ihr nicht in den Kram passen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Zum Beispiel, indem das Gesetz Film- und Musikfirmen die Macht gibt, Webseitenbetreiber und Internet-Service-Provider dazu zu zwingen, Websites zu blockieren, die vermeintlich das Urheberrecht verletzen. Selbst Links auf diese Seiten müssten entfernt werden.</em></p>
<p><em>Damit nicht genug. Auf Basis der Gesetze könnten US-Unternehmen gehindert werden, Geschäfte mit Anbietern zu machen, denen auch nur vorgeworfen wird, das Urheberrecht zu verletzen. Wer könnte das sein? Zum Beispiel eine Site wie die deutsche Videoplattform Sevenload, wenn dort eine Mutter ein Video hochlädt, in dem ihr Sohn zur Musik von Prince auf dem Bett herumspringt.</em></p>
<p><em>SOPA und PIPA betreffen nicht nur die USA und ihre Bürger. SOPA und PIPA betreffen alle Internetnutzer, auch in Deutschland. Denn das Internet kennt keine geographischen Grenzen. Bisher.</em></p>
<p><em>Würden SOPA und PIPA Gesetz, würden Internetriesen wie Facebook und Google, aber auch gemeinnützige Projekte wie Wikipedia und Startups wie Soundcloud dazu gezwungen, ihre Nutzer zu überwachen. Uns zu überwachen. Uns daran zu hindern, in einem Blogkommentar auf das Video des Babys zu verlinken, das zum Song von Prince tanzt. Uns daran zu hindern, bei Facebook auf eine lustige Animation hinzuweisen, weil eine Figur daraus von Disney als Urheberrechtsverletzung angesehen werden könnte. Denn wenn sie es nicht tun, würden sie verklagt und gesperrt.</em></p>
<p><em>Der Widerstand gegen SOPA und PIPA ist einig und schlagkräftig wie nie. Wikipedia und Reporter ohne Grenzen, die Websites der Grünen und des Chaos-Computer-Clubs waren für Stunden nicht erreichbar. Ein Blackout, um gegen ein schlechtes Gesetz zu kämpfen – das hatte es in dieser Größenordnung bisher nicht gegeben.</p>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wie berichtet wird, sind als Folge davon beim US-Kongress die Telefonleitungen heiß gelaufen. Im Netz selbst gab es ohnehin nur ein Thema – zumindest einen Tag lang. Weil sich selten so viele Menschen so einig waren, dass diese Gesetze schlechte Gesetze sind. Weil SOPA und PIPA unsere Freiheiten beschränken, um die Umsätze der Unterhaltungsindustrie zu sichern, aber die Künstler nicht schützen. Wir alle müssen daher jetzt hoffen, dass es auch Kongress und Senat begreifen.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Netzkommentar: Digitale Geschwindigkeit verändert die politische Debatte</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch im Netz löst der Bundespräsident Kontroversen aus. Und das führt zu eigentümlichen Ergebnissen. Ein Netzkommentar von Thore Barfuss, The European. Auch wenn dem Netz im Fall Wulff noch nicht die Bedeutung zukommt, die es im Fall Guttenberg hatte, ist seine Rolle bereits unübersehbar. So scheint die Stimmung dort zwar einen massiven Einfluss auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch im Netz löst der Bundespräsident Kontroversen aus. Und das führt zu eigentümlichen Ergebnissen. Ein Netzkommentar von Thore Barfuss, <a href="http://theeuropean.de/start">The  European</a>.</strong></p>
<p>Auch wenn dem Netz im Fall Wulff noch nicht die Bedeutung zukommt, die es im Fall Guttenberg hatte, ist seine Rolle bereits unübersehbar. So scheint die Stimmung dort zwar einen massiven Einfluss auf die kritische Berichterstattung zu haben. Jedoch steht sie nicht stellvertretend für breite Teile der Bevölkerung. Im digitalen Lebensraum hat die Debatte um den Bundespräsidenten bereits neue Worte hervorgebracht. Das neu entstandene &#8220;Wulffen&#8221; steht dabei für das Changieren zwischen Wahrheit und Lüge und benennt die beabsichtigte Unklarheit und Ausnutzung aller verfügbaren rhetorischen Spielräume. Nicht die einzige Implikation des Netzes bei der anhaltenden Debatte. Das jedenfalls meint Thore Barfuss vom Onlinemagazin <a href="http://theeuropean.de/start">The European</a>.</p>
<p><em>Manuskript</em></p>
<p><em>Heute schon gewulfft?</em></p>
<p><em>Wie die Geschwindgkeit des Netzes die politische Debatte verändert</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Spätestens seit dem Guttenberg-Rücktritt wissen wir, dass das Internet auch in Deutschland ein entscheidender Faktor in politischen Skandalen sein kann. Über 150 Artikel hat allein Spiegel Online, das Internet-Leitmdium seit Beginn der Affäre um Bundespräsident Wulff vor einem Monat veröffentlicht. Das macht mehr als fünf Artikel pro Tag. Gab es früher die drei großen Tonangeber in Debatten: Fernsehen, Radio und Print, sind durch das Internet unzählige neue Spieler aufs Feld gekommen.</em></p>
<p><em><br />
Ob Onlinemedien, Blogger, Crowdsourcing oder die Sozialen Netzwerke: alle haben etwas zu sagen, und das auch noch gleichzeitig. Und so verhallt zwar ein Großteil der Kommentare und Beiträge über den höchsten Mann im Staate. Aber wie wenig vorhersagbar die Debatte geworden ist, zeigt zum Beispiel der B<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/wulff-unter-druck/nach-facebook-kommentar-ueber-christian-wulff-hape-kerkeling-ist-dann-mal-off_aid_701104.html">eitrag von Hape Kerkeling</a> auf seiner eigenen Facebook-Pinnwand, in dem er den Bundespräsidenten verteidigte und den Springerverlag angriff. Von einem unbekannten Online-Magazin übernommen und über Soziale Netzwerke verbreitet, schaffte es Kerkelings Schimpftirade auf die Bild-Zeitung bis in die klassischen Medien.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Das sich die Geschwindigkeit und die Menge der Beiträge in Debatten durch das Internet verändert haben, mag dabei noch recht offensichtlich sein. Aber es ist ebenso eine neue Qualität dazugekommen. Aktuell zeigen das zwei Beispiele: Wie bei der Aufdeckung des Plagiatsskandals von zu Guttenberg hat sich ein <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Crowdsourcing-Projekt</a> zusammengefunden, dass die Aussagen von Wulff auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen will. Und mit der stückweiten Rekonstruktion des inzwischen legendären Anrufs von Wulff bei Bildchef Diekmann haben auch sie wieder ein mediales Echo erzeugen können.</em></p>
<p><em><br />
Rund um diese Mailboxnachricht zeigt sich ein weiteres neues Pänomen. Wie das „Guttenbergen“ als Synoym für das Abschreiben entstanden ist, gibt es auch ein neues Wort mit dem Nachnamen des Bundespräsidenten. Das „<a href="http://www.sprachnudel.de/woerterbuch/wulffen">Wulffen</a>“ steht dabei für nicht die Wahrheit sagen, aber auch nicht richtig lügen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Wort im Internet entstanden und inzwischen durch alle Medien gegangen ist.</em></p>
<p><em><br />
Und so rennen die <a href="http://theeuropean.de/yascha-mounk/9498-die-medien-und-die-wulff-affaere">klassischen Medien</a> in den großen Debatten dem Internet oft nur noch <a href="http://theeuropean.de/martin-eiermann/9480-wulff-gegen-die-medien">hinterher</a>. Wenn man jetzt nach den politischen Implikationen fragt, kann man nur spekulieren. Es erscheint aber logisch, dass der Druck auf Wulff durch das Internet größer ist. Denn während die Öffentlich-Rechtlichen ihre gesamte politische Talkshowbrigade in den Winterurlaub geschickt hatten und die Printmedien sich mit Jahresrückblicksausgaben über die freien Tage retteten, wurde im Netz munter weiter diskutiert. Bisher hat das Netz vor allem das Aussitzen des Skandals verhindert. Im Gegensatz zur Plagiatsaffäre aber hat das Internet noch nicht den entscheidenden Beitrag zum Fall des Bundespräsidenten hinzugefügt.</em></p>
<p><em>Bild: </em>Christian Wulff demonstrierte Reue. (dpa | Arno Burgi)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Blogs, Bytes, Boards und Bildung&#8221; Das Video zum Speedlab im Dezember in Köln</title>
		<link>http://blog.dradiowissen.de/blogs-bytes-boards-und-bildung-das-video-zum-speedlab-im-dezember-in-koln/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 04:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Netzvideos sollen sich ja eigentlich selbst erklären. Deshalb geizen wir an dieser Stelle auch mit Worten. Denn berichtet wurde über das SpeedLab &#8220;Blogs, Bytes, Boards und Bildung&#8221; schon viel (hier geht es zu Themen und Programm und hier zu den Videos der Keynotes Die Entdämonisierung von Computerspielen und Horizonterweiterungen für Lernende.). Es ging um neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Netzvideos sollen sich ja eigentlich selbst erklären. Deshalb geizen wir an dieser Stelle auch mit Worten. Denn berichtet wurde über das SpeedLab &#8220;Blogs, Bytes, Boards und Bildung&#8221; schon viel (hier geht es zu <a href="http://blog.dradiowissen.de/dradio-wissen-ladt-ein-speedlab-boards-bytes-blogs-und-bildung-am-01-12-im-kolner-betahaus/">Themen und Programm</a> und hier zu den Videos der Keynotes <a href="http://blog.dradiowissen.de/die-entdamonisierung-von-computerspielen-wie-gamebased-learning-funktioniert/">Die Entdämonisierung von Computerspielen</a> und <a href="http://blog.dradiowissen.de/digitalisierung-als-horizonterweiterung-fur-lernende-und-forschende-video-und-skript-des-vortrags/">Horizonterweiterungen für Lernende</a>.). Es ging um neues Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung. Wie wichtig sind z.B. mobile Medien im Schulalltag? Welche Bedeutung haben Apps und Spiele? Und ist Text eigentlich noch das primäre Speichermedium des Wissens? Hier also noch das SpeedVideo zum SpeedLab, dem schnellsten Workshop der Welt&#8230;<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/34551925?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=b31038" width="440" height="248" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>UPDATE: Wir sind begeistert! Die Netzprojekte des Jahres &#8211; alle Vorschläge</title>
		<link>http://blog.dradiowissen.de/die-netzprojekte-des-jahres-die-ersten-vorschlage/</link>
		<comments>http://blog.dradiowissen.de/die-netzprojekte-des-jahres-die-ersten-vorschlage/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 15:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[NETZ.REPORTER]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrageergebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[UPDATE: Wir sind begeistert. Das hätten wir nicht erwartet. Die Aktion entstand spontan, lief nur im Netz und jetzt das. In einer Woche haben uns via Twitter, Blog, Facebook und Mail 71 Vorschläge für unsere Serie Netzprojekte des Jahres erreicht. Danke. Danke. Danke. Jetzt haben wir natürlich ein Problem. Die Auswahl. Nächstes Jahr müssen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><em>UPDATE: Wir sind begeistert. Das hätten wir nicht erwartet. Die Aktion entstand spontan, lief nur im Netz und jetzt das. In einer Woche haben uns via Twitter, Blog, Facebook und Mail 71 Vorschläge für unsere Serie Netzprojekte des Jahres erreicht. Danke. Danke. Danke. Jetzt haben wir natürlich ein Problem. Die Auswahl. Nächstes Jahr müssen wir wohl ein Voting einführen. Die Verlosung des Preises, der Produktion eines Pilotpodcasts im Netzreporter-Studio in Berlin gibt es jedenfalls in Kürze. Die vier Stücke mit ausgewählten Netzprojekten des Jahres dann zwischen den Jahren. Und unten erstmal die aktuelle Übersicht. </em></p>
<p><em>P.S.: Stücke die in der kommenden Staffel nicht auftauchen, werden vielleicht in den nächsten Wochen mal portraitiert. Wäre ja schade drum&#8230; </em></p>
<p>Vor ein paar Tagen haben die Netzreporter sich auf die Suche begeben: Was sind die liebsten Netzprojekte der Community? Welche App, welches Blog, welche Community, welcher Podcast ist so bahnbrechend, innovativ, witzig, neu, dass er/sie/es zum Ende des Jahres noch im Netzreporter vorgestellt werden muss? Via <a href="http://www.facebook.com/pages/Netzreporter/286801093046" target="_blank">Facebook</a>, <a href="http://twitter.com/#%21/NetzReport" target="_blank">Twitter</a> und <a href="../" target="_blank">DRadio Wissen-Blog</a> haben uns so einige Vorschläge erreicht. <span style="text-decoration: line-through;">Eine erste</span> Die finale Liste findet sich unten. <span style="text-decoration: line-through;">Aber da geht noch mehr. Was sind Eure Vorschläge? Und nicht vergessen: Wir verlosen die Pilotproduktion für Euren Podcast!<br />
</span></p>
<p><em>Das Verlosungsergebnis kommt in Kürze. Und natürlich auch der Pilotpodcast des Gewinners&#8230;</em></p>
<p><a rel="attachment wp-att-876" href="http://blog.dradiowissen.de/?attachment_id=876"><img title="Weiterlesen..." src="http://www.netzreporter.org/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></a></p>
<p><strong>Apps:</strong></p>
<p><a href="https://www.flinc.org/" target="_blank">flinc.org</a></p>
<p><a href="http://oeffi.schildbach.de/" target="_blank">oeffi</a></p>
<p><a href="http://carcassonneapp.com/" target="_blank">Carcassone</a></p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/de/app/penultimate/id354098826?mt=8" target="_blank">Penultimate</a></p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/de/app/ibooks/id364709193?mt=8" target="_blank">iBooks</a></p>
<p><a href="http://thinkupapp.com/" target="_blank">Think Up App</a></p>
<p><a href="http://www.echofon.com/" target="_blank">Echofon</a></p>
<p><a href="http://www.downcastapp.com/" target="_blank">Downcast</a></p>
<p><a href="http://colloquy.info/" target="_blank">Colloquy</a></p>
<p><a href="http://adium.im/" target="_blank">Adium</a></p>
<p><a href="http://www.catpigstudios.com/" target="_blank">Radium</a></p>
<p><a href="http://audanika.com/" target="_blank">Soundprism</a></p>
<p><a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/02/the-wired-ipad-app-a-video-demonstration/" target="_blank">Wired</a></p>
<p><a href="https://market.android.com/details?id=com.keramidas.TitaniumBackup&amp;hl=de" target="_blank">Titanium Backup</a></p>
<p><a href="https://market.android.com/details?id=com.mobilefootie.wc2010" target="_blank">Soccer Scores</a></p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/de/app/instacast/id420368235?mt=8" target="_blank">Instacast</a></p>
<p><a href="http://www.bahn.de/p/view/buchung/mobil/mobile-apps.shtml" target="_blank">DB Navigator</a></p>
<p><strong>Blogs:</strong></p>
<p><a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank">netzpolitik.org</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/StapungBuecher" target="_blank">StapungBuecher</a></p>
<p><a href="http://www.tomandlorenzo.com/" target="_blank">tomandlorenzo.com</a></p>
<p><a href="http://www.ankegroener.de/" target="_blank">ankegroener.de</a></p>
<p><a href="http://www.gapminder.org/" target="_blank">Gapminder</a></p>
<p><a href="http://ewgprojektblog.wordpress.com/" target="_blank">EWG Projektblog</a></p>
<p><a href="http://www.impro-news.de/" target="_blank">Impro News</a></p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/" target="_blank">Textilvergehen</a></p>
<p><a href="http://juliaschramm.de/" target="_blank">Julia Schramm</a></p>
<p><a href="http://castorticker.de/" target="_blank">Castor Ticker</a></p>
<p><a href="http://www.reimix.de/" target="_blank">Reimix</a></p>
<p><a href="http://blogof.francescomugnai.com/" target="_blank">Blog of Francesco Mugnai</a></p>
<p><a href="http://andersdeutsch.blogger.de/" target="_blank">anders deutsch</a></p>
<p><a href="http://jacobjung.wordpress.com/" target="_blank">Jacob Jung</a></p>
<p><a href="http://blog.fefe.de/" target="_blank">Fefes Blog</a></p>
<p><a href="http://www.ralffi.de/" target="_blank">ralffi.de</a></p>
<p><a href="http://vockyou.news.de/" target="_blank">Vock You!</a></p>
<p><strong>Communities:</strong></p>
<p><a href="https://joindiaspora.com/" target="_blank">Diaspora</a></p>
<p><a href="http://www.blackbeats.fm/" target="_blank">Blackbeats.fm</a></p>
<p><strong>Podcasts:</strong></p>
<p><a href="http://elementarfragen.de/" target="_blank">Elementarfragen</a></p>
<p><a href="http://alternativlos.org/" target="_blank">alternativlos.org</a></p>
<p><a href="http://www.bitsundso.de/" target="_blank">Bits und so</a></p>
<p><a href="http://metaebene.me/" target="_blank">Metaebene</a></p>
<p><a href="http://www.wrint.de/" target="_blank">WRINT</a></p>
<p><a href="http://querschnitt.tumblr.com/" target="_blank">Querschnitt</a></p>
<p><a href="http://www.raumzeit-podcast.de/" target="_blank">Raumzeit</a></p>
<p><a href="http://not-safe-for-work.de/" target="_blank">Not Safe For Work</a></p>
<p><a href="http://www.reingemacht.com/" target="_blank">Reingemacht</a></p>
<p><a href="http://www.collaborativerockers.de/" target="_blank">Collaborativerockers</a></p>
<p><a href="http://www.kuechenradio.org/wp/" target="_blank">Kuechenradio</a></p>
<p><a href="http://1337kultur.de/" target="_blank">1337kultur</a></p>
<p><a href="http://medienradio.org/mr/" target="_blank">Medienradio</a></p>
<p><a href="http://www.wasmitmedien.de/" target="_blank">Was mit Medien</a></p>
<p><a href="http://hoersuppe.de/" target="_blank">Hoersuppe</a></p>
<p><a href="http://chaosradio.ccc.de/chaosradio_express.html" target="_blank">Chaosradio Express</a></p>
<p><a href="http://blog.radiotux.de/" target="_blank">Radio Tux</a></p>
<p><a href="http://der-lautsprecher.de/" target="_blank">Der Lautsprecher</a></p>
<p><a href="http://www.die-drei-vogonen.de/" target="_blank">Die drei Vogonen</a></p>
<p><a href="http://mobilemacs.de/" target="_blank">Mobile Macs</a></p>
<p><a href="http://fanb%C3%B3ys.org/" target="_blank">Fanboys</a></p>
<p><a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/index.html" target="_blank">Zapp</a></p>
<p><a href="http://mikrodilettanten.de/" target="_blank">Mikrodilettanten</a></p>
<p><a href="http://www.schoene-ecken.de/">Schoene Ecken</a></p>
<p><a href="http://tunein.com/" target="_blank">TuneIn</a></p>
<p><a href="http://www.iheartdigitallife.de/category/nrrrdz/" target="_blank">nrrrdz</a></p>
<p><a href="http://www.scheitern.org/" target="_blank">heiter scheitern</a></p>
<p><strong>anderes:</strong></p>
<p><a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki" target="_blank">Guttenplag Wiki</a></p>
<p><a href="http://paper.li/AndreasSchulz" target="_blank">The ASworld Daily</a></p>
<p><a href="http://www.debian.org/index.de.html" target="_blank">Debian</a></p>
<p><a href="http://www.wordle.net/" target="_blank">Wordle</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/" target="_blank">Wikipedia</a></p>
<p><a href="https://tricider.com/de/t/" target="_blank">Tricider</a></p>
<p><a href="http://www.tweetdeck.com/" target="_blank">Tweetdeck</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/K%C3%BCrzt-den-Kindern-nicht-die-Zukunft-Uns-reichts-Aktionsb%C3%BCndnis-in-SH/122537454426280" target="_blank">Kuerzt den Kindern nicht die Zukunft</a></p>
</div>
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		<title>Netzkommentar: &#8220;Die Bedeutung des Internet ist auch im Mainstream angekommen!&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 14:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[NETZ.REPORTER]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Beckedahl]]></category>
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		<description><![CDATA[Bundestrojaner,  Stuttgart21 und Vorratsdatenspeicherung, die Guttenberg-Affäre und dazugehörige Aktionen bei Facebook haben es gezeigt: Die Bedeutung des Netzes ist 2011 auch auf den Titelseiten der ganz großen Magazine angekommen. Der erste Teil des netzpolitischen Jahresrückblicks von Markus Beckedahl, Chefredakteur von netzpolitik.org, hat nationale Netzpolitik zum Thema, bevor es in der nächsten Woche international wird. Das Skript [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Bundestrojaner,  Stuttgart21 und Vorratsdatenspeicherung, die Guttenberg-Affäre und dazugehörige Aktionen bei Facebook haben es gezeigt: Die Bedeutung des Netzes ist 2011 auch auf den Titelseiten der ganz großen Magazine angekommen. Der erste Teil des netzpolitischen Jahresrückblicks von Markus Beckedahl, Chefredakteur von <a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank">netzpolitik.org</a>, hat nationale Netzpolitik zum Thema, bevor es in der nächsten Woche international wird. Das Skript findet sich unten.</p>
<p><a href="http://blog.dradiowissen.de/inhalt/uploads/Bildschirmfoto-2011-12-16-um-15.44.55.png" rel="lightbox[348]"><img class="alignnone size-full wp-image-350" title="Bildschirmfoto 2011-12-16 um 15.44.55" src="http://blog.dradiowissen.de/inhalt/uploads/Bildschirmfoto-2011-12-16-um-15.44.55.png" alt="" width="439" height="165" /></a><a href="http://wissen.dradio.de/netzkommentar-bedeutung-des-internets-im-mainstream.85.de.html?dram:article_id=14062#"><img title="Weiterlesen..." src="http://www.netzreporter.org/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/netzkommentar-bedeutung-des-internets-im-mainstream.85.de.html?dram:article_id=14062#"></a>Das Frühjahr begann mit einem Schlag: Der damals amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird von einem Wissenschaftler beschuldigt, verschiedene Stellen in seiner Doktorarbeit ohne Quellenhinweise abgeschrieben zu haben. Erste Medien berichten darüber und im Internet finden sich über Nacht zahlreiche Freiwillige, die die Doktorarbeit ebenfalls untersuchen wollen. Das <a href="http://wissen.dradio.de/plagiatsaffaere-ruecktritt-eines-ueberfliegers.33.de.html?dram:article_id=8740">Guttenplag-Wiki</a> wird aufgesetzt und innerhalb weniger Tage geht die Zahl entdeckter Plagiate steil nach oben. In einem zuvor im deutschsprachigen Raum nie gesehenen Wechselspiel zwischen Journalismus und Netz-Öffentlichkeit werden die Vorwürfe gegen zu Guttenberg so groß, dass dieser nach einem verpatzten Aussetzen-Wollen letztendlich zurücktreten muss. Hunderttausende solidarisieren sich mit zu Guttenberg in Sozialen Netzwerken durch einen Klick auf „Gefällt mir”, die Mobilisierungskraft bleibt dabei aber erstaunlich gering: Nur wenige gehen außerhalb seines Heimatortes für ihn auf die Straße, Spott dominiert die Pro-Guttenberg-Demonstrationen. Überraschenderweise taucht zu Guttenberg Ende des Jahres als EU-Berater für Internetfreiheit wieder in der medialen Öffentlichkeit auf. Warum, versteht keiner.</p>
<p>In Stuttgart soll ein neuer Bahnhof gebaut werden. Das über viele Jahre geplante Bauvorhaben löst eine <a href="http://wissen.dradio.de/webschau-immer-wieder-stuttgart.33.de.html?dram:article_id=5828">große Protestwelle</a> aus. Menschen koordinieren sich über das Internet und schaffen eine vernetzte Gegenöffentlichkeit. Innerhalb kürzester Zeit sind Protestler in der Lage, tausende Menschen über das Netz und Mobiltelefone zu mobiliseren. Proteste werden live ins Netz gestreamt, als Zuschauer fühlt man sich auf dem Sofa fast wie live dabei. Was man in den Vorwochen nur aus dem arabischen Raum kannte, wird bei Stuttgart21 real bei uns erlebbar.</p>
<p>Im September gibt es dann einen großen Knall. Vollkommen unerwartet erreicht die Piratenpartei in Berlin fast 9% und zieht ins Abgeordnetenhaus ein. Auslöser waren eine große Unzufriedenheit mit bestehenden Parteien und überraschenderweise nicht ein Onlinewahlkampf, sondern eine kreative und mobilisierende analoge Wahlkampagne. Mit dem <a href="http://wissen.dradio.de/landtagswahl-piraten-im-berliner-parlament.33.de.html?dram:article_id=12474">Einzug in ein Länderparlament</a> erreichen die Themen Netzpolitik, sowie mehr Transparenz und Offenheit in der Politik den medialen Mainstream und bleiben bis auf weiteres dort. Alle Parteien bemühen sich noch etwas mehr, etwas Netzpolitik-Kompetenz aufzubauen. Auch wenn einige Politiker darunter die Nutzung von Twitter und Facebook verstehen.</p>
<p>Der Chaos Computer Club überrascht im Herbst: In mühevoller und aufwändiger Kleinarbeit ist es den Hackern gelungen, einen <a href="http://wissen.dradio.de/netzkommentar-datenspeicherung-reloaded.85.de.html?dram:article_id=10861">Staatstrojaner</a> zu identifizieren. Die Computerwanze wird heimlich von Sicherheitsbehörden eingesetzt und verstößt gegen die Vorlagen des Bundesverfassungsgerichts und damit unsere Grundrechte. In Folge dessen entsteht eine öffentliche Debatte um die Frage, wie wir dem ausufernden Computerschnüffeln ein Ende setzen können und  wie die digitale Intimsphäre juristisch zu definieren und wirksam zu bewahren ist. Die Sicherheitsbehörden fühlen sich ertappt, aber Niemand möchte eine politische Verantwortung dafür übernehmen.</p>
<p>Eine weitere Debatte dominiert das ganze Jahr: Die Vorratsdatenspeicherung. Abgeschafft vom Bundesverfassungsgericht wollen CDU/CSU und SPD diese wieder einführen. Bei jeder Gelegenheit wird gebetsmühlenhaft wiederholt, dass dies ein wichtiges Werkzeug für unsere Strafverfolgungsbehörden sei. Beweise für die Behauptung werden aber nicht vorgelegt. Doch unsere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bleibt zumindest das ganze Jahr über hart: Mit ihr sei eine <a href="http://wissen.dradio.de/netzkommentar-datenspeicherung-reloaded.85.de.html?dram:article_id=10861">unverhältnismäßige Vollprotokollierung</a> unseres Kommunikationsverhaltens nicht zu machen. Dafür verdient sie Respekt. Gegen Ende des Jahres mehren sich Stimmen unter CDU/CSU und SPD-Mitgliedern, dass die Vorratsdatenspeicherung vielleicht doch nicht so eine gute Idee sei.</p>
<p>Ohne Netz wären die Proteste gegen S21 nicht so massiv gewesen und Karl-Theodor zu Guttenberg wahrscheinlich noch im Amt. Ohne Netz gäbe es auch keinen Staatstrojaner und niemand würde sich Gedanken machen, für sechs Monate zu protokollieren, wer mit wem wann beim Kaffeekränzchen saß. Das Jahr 2011 zeigt: Das Netz ist angekommen im Mainstream. Es entstehen neue Öffentlichkeiten im Netz. Und die Debatten um das Netz werden endlich nicht nur im kleinen Kreis diskutiert, sondern kommen auf den Titelseiten an.</p>
<p><em>Foto: flickr.com | nofrills CC BY-NC 2.0</em></p>
<p><em>Text: Markus Beckedahl</em></p>
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		<title>Was waren für Euch die Apps, Podcasts, Communitys und Blogs des Jahres?  UPDATE: Verlosen eine Podcastpilotproduktion</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 13:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[UPDATE: Unter allen Einsendern verlosen wir eine Podcastpilot-Produktion in unserem NETZ.REPORTER-Studio in Berlin. Euer Thema, eure Team und unser Support. Einfach Tweet an uns oder Kommentar hier abwerden. Natürlich gibt es diese kleine Crowdsourcing-Aktion auch auf Facebookseite und Google+. Also, was waren Eure Apps, Blogs, Podcasts und Communitys des Jahres? Es waren wahrscheinlich wieder einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>UPDATE: Unter allen Einsendern verlosen wir eine Podcastpilot-Produktion in unserem NETZ.REPORTER-Studio in Berlin. Euer Thema, eure Team und unser Support. Einfach Tweet an <a href="https://twitter.com/netzreport">uns</a> oder Kommentar hier abwerden. Natürlich gibt es diese kleine Crowdsourcing-Aktion auch auf <a href="http://www.facebook.com/pages/Netzreporter/286801093046?ref=ts">Facebookseite</a> und <a href="https://plus.google.com/109433019642926997843/postshttps://plus.google.com/109433019642926997843/posts">Google+</a>. Also, was waren Eure Apps, Blogs, Podcasts und Communitys des Jahres?</p>
<p>Es waren wahrscheinlich wieder einige tausend. Einige zehntausend. Vielleicht sogar hundertausende. Zumindest wenn man globale Maßstäbe anwendet. Wir sprechen von neuen Apps, frisch aufgelegten Blogs, Communitys, die versuchen neben Facebook und Google + zu überleben und natürlich von Podcastprojekten, die das Radio im Netz neu erfinden.</p>
<p>In den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester werden wir einige dieser neuen Netzprojekte vorstellen. Was macht sie aus? Welche Themen behandeln sie? Wer hat sie initiiert? Wie sind sie technisch gestrickt? Dazu wollen wir mit den Machern sprechen, Ausschnitte spielen und Minirezensionen verfassen.</p>
<p>Aber vor allem wollen wir wissen, was Eurer Ansicht nach die interessantesten Netzformate sind. Was sind für Euch die App, das Blog, die Community oder der Podcast des Jahres? Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder eine kurze Nachricht auf unserer <a href="http://www.facebook.com/pages/Netzreporter/286801093046?ref=ts">Facebookseite</a> bzw. bei <a href="https://plus.google.com/109433019642926997843/postshttps://plus.google.com/109433019642926997843/posts">Google+</a> posten. Das Ganze geht auch per Tweet an <a href="https://twitter.com/netzreport">@netzreport</a> oder per Mail an netzreporter@kooperative-berlin.de. Unter allen Vorschlagenden werden wir einen hübschen Preis verlosen. Was, das wir morgen hier und  im <a href="http://blog.dradiowissen.de/">Blog von Dradio Wissen</a>.</p>
<p>Ab dem 27.12.2011 werden wir dann mindestens einen Vorschlag pro Tag auf <a href="http://wissen.dradio.de">DRadio Wissen</a> ausführlich vorstellen.</p>
<p>Freuen uns auf Eure Vorschläge,</p>
<p>Das Netzreporter-Team</p>
<p>Bild: Wordle.net</p>
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		<title>Digitalisierung als Horizonterweiterung für Lernende und Forschende. Video und Skript des Vortrags</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 11:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem SpeedLab &#8220;Blogs, Bytes, Boards und Bildung&#8221; ging es am 1.12.2011 unter anderem um die Digitalisierung des Wissens. Hier das Skript der zweiten Keynote von Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider. UPDATE: Hier auch das Video der Keynote als Übernahme von dem Speedlabpartner werkstatt.bpb.de. Eine Reise durch 500 Jahre Wissenspeicherung. Und das in 20 Minuten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem SpeedLab &#8220;Blogs, Bytes, Boards und Bildung&#8221; ging es am  1.12.2011 unter anderem um die Digitalisierung des Wissens. Hier das  Skript der zweiten Keynote von Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider.<br />
UPDATE: Hier auch das Video der Keynote als Übernahme von dem <a href="../dradio-wissen-ladt-ein-speedlab-boards-bytes-blogs-und-bildung-am-01-12-im-kolner-betahaus/">Speedlab</a>partner <a href="http://werkstatt.bpb.de/">werkstatt.bpb.de</a>. Eine Reise durch 500 Jahre Wissenspeicherung. Und das in 20 Minuten. Yeah!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/33216531?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=b31038" width="440" height="248" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Skript des Vortrags:</p>
<p>Die  Arbeit an den Bildungseinrichtungen steht in enger Verbindung  mit dem,  was außer- halb der Bildungseinrichtungen an Wissen zirkuliert  und an  Medien in Gebrauch ist. Die heutige Medienrevolution durch   Digitalisierung weist erstaunliche Parallelen zu derjeni- gen Revolution   auf, mit der vor 500 Jahren das Druckzeitalter begonnen hat. Nicht nur   das Suchen und Finden von Informationen verändert sich durch das   Internet, auch das Produzieren und Rezipieren findet nun mit digitaler   Technik statt. Bewegen wir uns schon in neuen Wirklichkeiten? Stehen wir   bereits vor gänzlich neuen Problemen? Oder sind wir im Grunde noch   immer eine Jägerin, wie sie der Mönch Gregor Reisch 1503 auf die Jagd   nach der Wahrheit schickte?</p>
<p><a href="http://blog.dradiowissen.de/inhalt/uploads/Bildschirmfoto-2011-12-01-um-14.31.021.png" rel="lightbox[337]"><img class="alignnone size-full wp-image-339" title="Bildschirmfoto-2011-12-01-um-14.31.02" src="http://blog.dradiowissen.de/inhalt/uploads/Bildschirmfoto-2011-12-01-um-14.31.021.png" alt="" width="442" height="537" /></a></p>
<p>BILD  Gregor Reisch, margarita Philosophica, Strassburg 1503: Der  Verstand  (Logik) nicht als Denkapparat, sondern als Aktivität in Form  der  Auseinandersetzung, der zielstrebigen Bewegung, der kritischen  Aneignung  von förderlichem Wissen (Wahrheit) und ablenken- den  Informationen  (Falschheit).</p>
<p>Die Erfindung der Druckkunst und deren Umsetzung für  alle  Wissensbereiche im frühneu- zeitlichen Europa hat Schulen und   Universitäten enorm gefördert und die Horizonte des Lernens und   Forschens erheblich erweitert. Zuvor war das wissenschaftliche Lernen   wie eine Zunft ausgeübt worden; es gab Meister und Jünger, noch nicht   Lehrer und Schüler. Außerhalb der Klosterschulen gab es im Mittelalter   sehr wenige Menschen, die lesen und schreiben konnten: Das Wissen blieb   an die Milieus der Gelehrten gebunden.</p>
<p><strong>Druckmedien als Beschleuniger</strong></p>
<p>Mit  dem Buchdruck kam eine neue Verbreitungsform in Gebrauch, die  nicht nur  erlaubte, dass Wissenschaftler ihre Ideen schneller  austauschen  konnten. Gedruckte Bücher wurden auch gleich für den  Unterricht  eingesetzt. Die Wissensvermittlung war damit nicht mehr  allein an die  Person und den mündlichen Vortrag eines Lehrers gebunden.  So erwies sich  die Medientechnologie des Buchdrucks für die  Verbreitung von Wissen als  entscheiden- der Beschleunigungsfaktor. Die  Entstehung von  Universitäten und Akademien sowie ganz allgemein die  Verbreitung der  Schulen sind ohne gedruckte Bücher undenkbar.</p>
<p>Die  Bildungseinrichtungen Europas sind durch den Buchdruck stark  verändert  worden, das Lehren und Lernen hat sich dadurch entscheidend  modifiziert.  Es hat sich aber nichts Grundlegendes daran geändert, dass  Wissen  angeeignet werden muss. Lehrer sind viel- leicht keine Meister  mehr im  Sinne einer Zunft, sie sind durch die Existenz von gedruckten  Medien  jedoch nicht überflüssig geworden. Autodidakten sind im  Druckzeitalter –  wie heute noch – möglich, aber selten.</p>
<p>Gedruckte Bücher haben im  Europa der Frühen Neuzeit mehr als den  Unterricht verän- dert, nämlich  die gesamte Gesellschaft, weil alles  gedruckt werden konnte: Gesetze und  Verwaltungsvorschriften, religiöse  und literarische Werke. So entstand  ein gigantischer Markt für Bücher  und andere Formen gedruckter Texte,  wie sich das Gutenberg niemals  vorstellen konnte.</p>
<p><strong>Intensivierung der Textkultur in digitalen Zeitalter</strong></p>
<p>Heute  haben wir mit der digitalen Revolution eine Veränderung vor  uns, die  auch das Lernen und Forschen betrifft. Uns wird viel Fantasie   abverlangt, was die Gestaltung der neuen Möglichkeiten angeht.   Vielleicht ist es gut, nicht von der Umwälzung aller Verhält- nisse zu   reden, sondern von einer Erweiterung des Horizonts. Texte sind längst   überall in unser Leben eingedrungen, von der Betriebsanleitung bis zur   Poesie, von der Regierungs- erklärung bis zur Anzeige bei der Polizei.   Die gegenüber dem Mittelalter radikale Erwei- terung der Textwelten wird   heute nochmals gesteigert, denn digitale Texte sind erheblich   beweglicher als Bücher und andere Formen des gedruckten Wissens.</p>
<p>Noch  sind wir nicht so weit, noch konkurrieren die elektronischen   Medienträger mit den klassischen, die uns vertraut sind. Noch lernen und   forschen wir mit Unterstützung derje- nigen Medien, die wir schon seit   Jahrzehnten nutzen. Allerdings konsumieren wir heute Bilder eher  digital  und nicht mehr auf Zelluloid oder Papier, und auch die  Bibliothek der  im Netz vorhandenen Texte ist bereits groß und  unübersichtlich genug, um  uns die Her- ausforderung neuer Aufgaben  ahnen zu lassen. Aber wir sind  noch lange nicht dort, wo einige  Science-Fiction-Romane uns haben  wollen, nämlich in einer Welt, in der  wir Infor- mationen unmittelbar  aufnehmen, durch Schläuche oder durch  Funk, quasi wie Roboter, die einem  Input gemäß ihren Output  realisieren.</p>
<p>Viel eher gilt, dass man  für die Arbeit an Schulen und an  Universitäten die neuen digita- len  Medien vor allem als Instrumente  wahrnimmt und sie entsprechend  einsetzt. E-Mail ist schneller als Brief  oder Fax, eine Datei lässt sich  leichter korrigieren als eine getippte  Sei- te, Daten lassen sich im  Computer leichter konfigurieren als mit  älteren Rechengeräten, Texte  lassen sich mit Bildern und anderen  Informationen aus dem Netz  verbinden, wie das beispielsweise Wikipedia  zeigt.</p>
<p>Alles gut und  schön. Kann man dennoch fragen, ob die digitale  Transformation am Auf-  bau unserer Wissenswelt etwas Entscheidendes  ändert? Ich will die Frage  mit zwei Ge- danken beantworten, und zwar  einmal mit dem Hinweis auf die  qualitativen Veränderun- gen, die sich  dadurch ergeben, dass unser  altes Wissen ins Netz gestellt wird. Zum  anderen möchte ich darüber  spekulieren, was denn an neuem Wissen  möglich ist, wenn die digitale  Zukunft in der Verlängerung der jetzigen  Möglichkeiten liegt.</p>
<p><strong>Die alte Wissenswelt im Netz verdoppelt</strong></p>
<p>Aus  der Revolution vor 500 Jahren kann man sehr viel für heute  lernen. Auch  damals ko- pierte man das, was man wusste, ins neue  Medium. Was viele  Drucker zuerst druckten, waren Texte, die zuvor in  den  Klosterbibliotheken Europas abgeschrieben werden muss- ten, um zu   zirkulieren und zu überleben. Von den großen Denkern der Antike besitzen   wir keinerlei originale Handschrift, nur handschriftliche Kopien, die   im späten 15. Jahr- hundert selber meist nur wenige hundert Jahre alt   waren. Damals begann man, die hand- schriftlichen Texte zu drucken, und   zwar auf allen Gebieten. So wurde das Wissen der Zeit in einem Zeitraum   von nicht einmal einhundert Jahren komplett in die gedruckte Form   überführt.</p>
<p>Das Neue war damals das Alte, und so ist es heute auch:  Wie der  Druck sehr viel mehr interessierten Lesern den Zugriff auf  Texte  ermöglichte als zuvor, so füllt sich das Internet mit dem  Bekannten in  veränderter Gestalt. Schauen wir einmal nicht auf die Mail-  und  Blog-Kultur, also auf das Internet als ein Medium der persönlichen   Kommunikation, ver- gessen wir auch all das, was im Internet an Käufen   und Verkäufen getätigt wird, also den dort organisierten Warenhandel,   und konzentrieren wir uns auf das, was wir als wertvol- les Wissen   betrachten, so sehen wir es gerade in großen Schritten aus dem alten   Medium in das neue hinüberwandern, indem es digitalisiert wird.</p>
<p>Staatliche  und kommerzielle Programme arbeiten an der neuen  Erscheinungsform des  Alten gewissermaßen um die Wette. Momentan ist  Google Bücher sehr weit  vorne, mit mehreren Millionen gedruckter Bücher  bereits im Netz. Im  nächsten Jahr wird in Deutsch- land die „Deutsche  Digitale Bibliothek“  freigeschaltet, ein Jahr später wird die „Digital  Public Library of  America“ folgen: unser aktuelles Wissen wird  massenweise in das Inter-  net kopiert. Der immense Vorteil wird sein,  dass man überall da, wo man  Zugang zum Internet hat, im großen  virtuellen Informationskaufhaus immer  auch Zugang zu einer wachsenden  Bibliothek bekommt.</p>
<p><strong>Neue Wege in das alte Wissen</strong></p>
<p>Nehmen  wir an, wir hätten die bereits existierenden Texte in einer   durchsuchbaren Kopie im Netz verfügbar: Was würde sich ändern, jenseits   der größeren Schnelligkeit und Di- rektheit, mit der wir diese Texte   online finden? Ist das Internet für die Texte, für die es jetzt eine   gedruckte Anwesenheitsform gibt, mehr als eine schnell und bequem   erreichbare Kopie? Zwei Beispiele können zeigen, worin der Mehrwert   liegt.</p>
<p>Vor fünf Jahren noch konnte man die syrische Stadt  Hattuscha in den  Bibliothekskatalogen der Welt suchen und kam nur auf  wenige Treffer zu  dieser Stadt des alten Assyrerreiches. Ich selbst habe  diesen Versuch  gemacht, weil ich mehr über diese alte Stadt mit einer  der ersten  Bibliotheken der Welt wissen wollte. Warum haben die   Bibliothekskataloge ge- schwiegen? Weil der Name kaum in Buchtiteln   vorkam. Wenn man heute dieselbe Such- anfrage an einen   Bibliothekskatalog richtet, erhält man ungleich viel mehr Treffer, weil   nun auch automatisch viele Inhaltsverzeichnisse durchsucht werden. Die   Suchanfragen sind erfolgreicher, weil mehr Text durchsucht wird, nicht   nur Katalogdaten.</p>
<p>Man stelle sich allerdings vor, was geschieht,  wenn nicht nur  Inhaltsverzeichnisse, son- dern ganze Bücher im Volltext  durchsucht  werden können. Wir ertrinken in Treffermen- gen, kein noch so   entlegenes Vorkommnis eines Wortes wird uns entgehen. Für jemanden mit   speziellen Interessen ist das eine gute Sache. Die Fans der Bibliothek   von Hattuscha sind zufrieden; ich bin es. Aber die Benutzer von Google   Bücher laufen jetzt schon Ge- fahr, vor lauter Textfunden das Lesen   ganzer Absätze und Kapitel zu vernachlässigen. Ein Textüberangebot ist   wie ein sich selbst auffüllender Topf voll Buchstabensuppe: nicht wirk-   lich nahrhaft.</p>
<p>Ein zweites Beispiel. Auf der Suche nach  Abbildungen über das  Ägypten des 19. Jahr- hunderts, speziell das  Katharinenkloster auf dem  Sinai, bin ich in Bibliothekskatalogen nicht  fündig geworden, denn  Bilder werden dort gar nicht verzeichnet, auch  nicht solche in Büchern.  Meine fortgesetzte Recherche hat mich bald vor  Zeitschriften geführt,  die im 19. Jahrhundert erschienen, sehr viele  Stiche und Bilder  enthalten, wahrscheinlich auch vom Katharinenkloster  auf dem Sinai.  Vermutlich, dachte ich mir, sollte ich die Zeitschrift  „Globus.  Illustrierte Welt- und Völkerkunde“, die mehrere Meter in der   Bibliothek ein- nimmt, durchsuchen. Nur wäre das Durchblättern eine   endlose Arbeit. Ich hatte es leichter: Bei Google Bücher findet sich   nämlich die Zeitschrift digitalisiert und mit Texterken- nung behandelt,   ist also vollständig durchsuchbar. Ich habe das Stichwort „Katharinen-   kloster“ eingegeben und wurde rasch fündig. In einem Reisebericht der   Zeitschrift „Glo- bus“ war nicht nur das Kloster abgebildet, sondern es   gab auch Stiche der Mönche – ein schöner historischer Fund für den,  der  sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts gewisserma- ßen umschauen  will.</p>
<p><strong>Informationen und Wissen</strong></p>
<p>Spezielle  Suchanfragen sind das eine, der allgemein interessierte  Leser das  andere. Wer die inzwischen über 15 Millionen Bände der in  Google Bücher  zusammen digitalisierten Bibliothek durchsucht, erhält in  der Regel so  viele Treffer, dass man mit dem Sortieren und Nachprüfen  aller  Ergebnisse viel Zeit verliert, zu viel. Wenn es einmal für uns  Nutzer so  etwas wie eine Verbindung zwischen der Europeana und Google  Bücher  geben könnte, wäre das wunderbar. Auf der einen Seite ein reiner   Katalog, der aber sauber gearbeitet und streng kontrolliert ist, auf  der  anderen Seite der ungehinderte Blick ins Innere der ge- druckten  Welt,  der wir uns bislang nur durch das Aufklappen der Buchdeckel  nähern  konnten.</p>
<p>Schon jetzt, wo diese Hochzeit noch in einiger Ferne  steht und  vielleicht durch viele tech- nische Hindernisse auch gar nicht  zustande  kommen wird, verändert sich durch den ho- hen Anteil an   volltextdigitalisierten Werken unser Lesen und Schreiben, jedenfalls in   der Schule und der Universität. Wann und in welcher Schrift hat   Nietzsche den Philosophen Spinoza erwähnt? Das war noch vor 15 Jahren   eine Frage an Nietzsche-Kenner. Heute sind es wenige Klicks bei   www.zeno.org und man hat die entsprechenden Stellen. Voll- texte   entlasten das Lesen vom Indexieren – das machen jetzt Maschinen. Wo wir   vorher uns etwas merken mussten, findet die Maschine heute in   Sekundenbruchteilen das gesuch- te Wort. Sobald das Wörtersuchen   einfacher wird, ändert sich die Expertise für Texte. Das weiter gehende   Verstehen bleibt in jedem Falle schwierig und ist an viele andere   kulturelle Voraussetzungen gebunden.</p>
<p>Wir merken das beim  Konsultieren einer Online-Enzyklopädie wie  Wikipedia. Sie hilft,  Sachfragen rasch zu beantworten und Informationen  bereit zu stellen –  das Verstehen erleichtert sie so wenig wie frühere  Enzyklopädien. Warum  aber warnen Lehrer und Pro- fessoren vor den  neuen Medien? Sie setzen  noch auf das Bescheidwissen und fordern von  Schülern oder Studenten  sachhaltige Auskünfte als Wissensbeweise ab.  Kein Wun- der, dass die  Schüler und Studenten das Textangebot im  Internet zur schnellen  Erledigung solcher Anforderungen benutzen.</p>
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<p>Ich  glaube, wir müssen uns daran gewöhnen, dass tatsächlich einiges  von  dem, was wir eben noch für gutes Wissen hielten, im Internet in  einfach  abrufbare Informationen ver- wandelt wird. Lehrer und  Professoren stehen  vor der Herausforderung, andere Fragen zu stellen,  wenn sie  Studierenden und Schülern beibringen wollen, forschend zu  arbeiten,  nachzudenken, Antwortangebote zu prüfen, kritisch zu werden.  Es gibt  eine große Men- ge spannender Fragen, die man jetzt stellen  kann,  nachdem die digitale Revolution unser bekanntes Textuniversum  sozusagen  durchsichtig gemacht hat, besser gesagt: es auf eine  Oberfläche gebracht  hat, auf der es sich einheitlich abfragen lässt.</p>
<p><strong>Neues Wissen auf neuen Wegen</strong></p>
<p>Neulich  habe ich auf der Plattform der Gerda Henkel Stiftung ein  Video gesehen,  auf dem eine Doktorarbeit beschrieben wird. Sie handelt  von  Kriegsspielen und beschreibt bewegte Bilder – daher also die Idee  zum  Video. Es gibt im Internet viele multimediale Produktionen, die man  der  Wissenschaft zurechnen kann, von Handschriftenpräsentatio- nen  großer  Bibliotheken bis zu großen Repositorien wie MICHAEL  (multilingual  inventory of cultural heritage in europe) oder eben die  schon erwähnte  EUROPEANA, die Bilder aus Museen und Archiven mit dem  Textmaterial der  Bibliotheken vereint.</p>
<p>Es gibt Editionsprojekte im Netz, die mit  Verbindungen von Text und  Bild arbeiten – bei- spielsweise ein Projekt  zur ältesten Bibel der  Welt, dem Codex Sinaiticus (codexsinaiticus.org) –  und es gibt  wissenschaftliche Veröffentlichungen wie das Wörter- buch  des Krieges  (woerterbuchdeskrieges.de), das Texte in Form von Videos  einzelner  Vorträge zusammenführt. Der 1995 verstorbene französische  Philosoph  Gilles Deleuze hat posthum einen Text mit seinen Meditationen  als  DVD-Video veröffentlicht und alle an- deren Veröffentlichungsformen   testamentarisch verboten (Abécédaire des Gilles Deleuze).</p>
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<p>So  und auf vielen anderen Wegen kündigt sich das neue Wissen an,  entstehen  heute Tex- te, die uns morgen beschäftigen. Auch hier kann  man fragen,  was die digitale Zukunft für die schriftstellerische  Produktion  bedeutet? Was ändert sich damit, dass auf Schulen und  Universitäten,  aber auch zu Hause, Computer zum Einsatz kommen, um  Texte zu produ-  zieren? Zuerst waren die Computer nur Nachfolger der  Schreibmaschinen,  langsam aber entdecken wir, dass sie Schnittstellen  zu Netzwerken sind,  in denen wir alle zu Autoren werden können.</p>
<p><strong>Die Kreativen im Netz unterwegs</strong></p>
<p>Zwei  Märkte sind es gegenwärtig, die das digitale Wissen in  Zirkulation  versetzen, ein- mal der Markt der Verlage und  professionellen  Informationsvermittler, zum anderen der Markt der Ideen  und der  gemischten Veröffentlichungsformen. Die traditionellen  Verleger sind  inzwischen auch alle im Internet unterwegs, und sie  ziehen ihre Autoren  mit. Das ist nichts Neues für wissenschaftliche  Verlage im Bereich der  Medizin, der Technik und der  Naturwissenschaften, die schon seit Jahren  komplett auf die Produktion  von Online- Zeitschriften bzw. E-Books  umgestiegen sind. Die  literarischen Verlage ziehen langsam nach, ebenso  die Verlage im  Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Große  Inter-  netbuchhandlungen bieten inzwischen ganz regulär neben der  gebundenen  Ausgabe und der Taschenbuchausgabe auch eine elektronische  Ausgabe zum  Herunterladen an. Die elektronischen Texte kann man, wenn  man dafür  nicht den Bildschirm oder bildschirmähn- liche sogenannte Pads   einsetzt, auch auf eigens dafür konstruierten kleinen Lesegeräten   konsumieren, sogenannten Readern, die mit elektronischer Tinte arbeiten   und Texte schwarz auf weiß ohne Flimmern präsentieren.</p>
<p>Die  klassischen Text-Märkte der Wissenschaft und der  belletristischen  Literatur werden nun auf derselben Oberfläche, auf der  sie sich  präsentieren, durch freie Projekte bedrängt, die (noch) keine   kommerziellen Interessen haben und eher Experimente darstellen. Ich   meine nicht das Projekt Gutenberg und andere Plattformen, die kostenlos   traditionelle Lite- ratur bereit stellen. Ich meine die vielen mit   öffentlichen Geldern erstellten Plattformen, die im Interesse der   Allgemeinheit und insbesondere der Wissenschaft historische Inhalte   vermitteln. Kennen Sie die handschriftlich festgehaltenen Erfahrungen   von Soldaten aus dem 30jährigen Krieg?   (mdsz.thulb.uni-jena.de/sz/index.php) Kennen Sie die Berichte der   Polizeispitzel aus dem Paris des 18. Jahrhunderts?   (historycooperative.org/journals/ ahr/105.1/ah000001.html) Solche und   viele andere Textsammlungen – beispielsweise von Wikisource – sind im   Netz zu finden und stellen dort eine neue Sorte von Literatur dar, die   von Interesse, Leidenschaft und Mitteilungsbedürfnis getragen und doch   nicht professionell vertrieben wird.</p>
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<p><strong>Digitalisierung als Horizonterweiterung der Textkultur</strong></p>
<p>Lesen  wird anders werden durch die digitale Verfügbarkeit von  Texten.  Schreiben wird auch anders werden, durch die Leichtigkeit der   Online-Stellung, der privaten Veröffentli- chung. Das Lernen und   Forschen, das Kennenlernen und Erkunden, das für Schüler und Studierende   wichtig ist, wird ebenfalls anders werden, wenn die Netzwerke nicht  nur  soziale Kontakte intensivieren, sondern auch Literatur und  kulturell  wichtige Informationen kommunizieren.</p>
<p>Diese Kommunikationswege  müssen wir selbst beschreiten und dadurch  ausbauen. Schon sind die  Verkäufer und Händler dabei, die Wege des  Internet mit Abwegen  auszustatten, die zu mehr Konsum anregen.  Kulturell Interessierte  sollten die Chance ergreifen, die jetzt  besteht, wo viele Teile des  Internet in öffentlicher Hand sind, darauf  so weit zu gehen, bis neue  Horizonte sichtbar werden.</p>
<p>Wie die Jägerin des Jahres 1503, die  für die Ausübung des eigenen  Verstands nach Wahrheit und Falschheit  jagt, geht es im Zeitalter des  digitalen Humanismus um ein akti- ves  Eingreifen ins Internet. Das, was  dort kommuniziert wird, können wir  mitbestimmen, vom bloggenden  Lesezirkel, der sich im Kommentieren  erschöpft, bis zur kunstvollen  Prä- paration von Texten, die uns wichtig  sind. Übrigens wird auch die  kulturell wertvolle Mehrsprachigkeit der  digitalen Textwelten allein  durch das Mittun gefördert.</p>
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		<title>Die Entdämonisierung von Computerspielen. Wie gamebased Learning funktioniert</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 12:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zocken am Computer ist Zeitverschwendung, macht dumm, süchtig und hält vom Wesentlichen, beispielsweise dem Lernen, ab. </p>
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<p>Soweit die Vorurteile. Linda Breitlauch, Professorin für <a href="http://www.mediadesign.de/studium/gamedesign-bsc" target="_blank">Gamedesign</a> an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf, versucht in ihrem Vortrag auf dem SpeedLab &#8220;Bytes, Boards, Blogs und Bildung&#8221; am 1. Dezember diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Schon der Titel des Vortrags “Lebenslanges Spielen – Die intelligente Zeitverschwendung” lässt erahnen, dass ihrer Meinung nach in Computerspielen ein weit größeres Potential steckt als gemeinhin vermutet wird. Breitlauch spricht über den Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten durch Computerspiele, Studien, die dazu veröffentlicht wurden und über die Problematik, die Serious Games momentan noch mit sich bringen: Sie sind schrecklich langweilig.</p>
<p>Crosspost von <a href="http://werkstatt.bpb.de">werkstatt.bpb.de</a>. Das Speedlab &#8220;Blogs, Bytes, Boards und Bildung&#8221; war ein Gemeinsschaftsprojekt von DRadio Wissen und der Bundeszentrale für politische BiIdung. </p>
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		<title>“Blogs, Bytes, Boards und Bildung” Das Speedlab 2 – live.</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzreporter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Kooperation mit dem Projekt Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung wird DRadio Wissen heute ab 11 Uhr neuartige Ideen und Konzepte zum Thema ,Digitale Bildung‘ im Kölner Betahaus diskutieren. Für alle, die nicht analog und real vor Ort sein können, gibt es den Livestream der Keynotes (ab 10 Uhr) und des Podiums ab 16 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Kooperation mit dem Projekt <a href="http://werkstatt.bpb.de/">Werkstatt</a> der <a href="http://www.bpb.de/">Bundeszentrale für politische Bildung</a> wird DRadio Wissen heute ab 11 Uhr neuartige Ideen und Konzepte zum Thema ,Digitale Bildung‘ im Kölner Betahaus diskutieren. Für alle, die nicht analog und real vor Ort sein können, gibt es den Livestream der Keynotes (ab 10 Uhr) und des Podiums ab 16 Uhr – ganz virtuell und digital.  </p>
<p><iframe width="360" height="228" src="http://www.ustream.tv/embed/5549106" scrolling="no" frameborder="0" style="border: 0px none transparent;">    </iframe></p>
<p>Zu Anfang gibt‘s zwei komplementäre Keynotes – gehalten von Linda Breitlauch und Ulrich Johannes Schneider. Die eine ist ein Praxiskind und Professorin für Game Design an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf, der andere Bibliotheksdirektor der UB Leipzig. Sie erklärt, was Games aus Bildung machen könnten, er philosophiert über die die Bedeutung von Wissen im digitalen Zeitalter. Nach den Workshops folgt dann ab 16 Uhr das abschließende Podium. Auch als Livestream. </p>
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