Zum Auftakt der Reise ein Moment der Stille: Vor meinem Sitz 20 H beim Notausgang kniet ein Mitglied der Crew auf einem blauen Tuch mit grüner Verzierung und betet, neben sich die schwarzen Lederschuhe. Ich warte, der Mann schaut auf, lächelt, nickt und beendet sein Gebet. “Teheran via Belgrad” “Iran Air 728″ von Köln nach » weiter
Da schrieb ich gestern, dass ich noch keine starken Beben erlebt hatte – und dann wackelte es kurz darauf doch! Ich lag schon im Bett und hatte geschlafen, als ich gestern aufwachte. Mein Zimmer knarzte und schwankte. Ich sprang raus, schaltete den Fernseher ein: Erdbeben vor dem Nordosten Honshus. Und Tsunamiwarnung. Mein gesamtes Hotelzimmer bewegte » weiter
Erdbeben in Japan sind mir nicht fremd. Vor ein paar Jahren habe ich zwei Jahre in Tokio gelebt – und da hat es regelmäßig gewackelt. Aber als ich vor zwei Wochen nach dorthin geflogen bin, da hatte ich – naja, Angst ist zu viel gesagt – aber doch Respekt vor den Nachbeben, die da kommen » weiter
Es ist zwar kälter als sonst, die Temperaturen klettern nur selten auf 15 Grad Celsius. Aber trotzdem habe ich heute die ersten Kirschblüten gesehen. Den Japanern stehen somit wieder besondere Tage ins Haus. Viele Parks, Gehwege und Plätze in Japan sind ganz bewusst mit Kirschbäumen bepflanzt, und wenn die Bäume im Frühjahr dann endlich blühen, werden » weiter
Sobald ich mich mit japanischen Freunden oder Bekannten treffe, landen wir bei jedem Gespräch irgendwann am 11. März, dem Tag des Erdbebens. “Wo warst Du, als es passiert ist?”, frage ich meist – und dann hat jeder eine bewegende Geschichte zu erzählen. Einer war im Supermarkt, da wackelten plötzlich die Regale. Ein anderer im Büro. » weiter
Leider arbeite ich fast von morgens bis abends und ich habe weder die Zeit noch die Ruhe, mich mal für längere Passagen vor den Fernseher zu setzen, um einen Eindruck zu bekommen, was läuft. Immerhin, so viel habe ich mitbekommen: Die privaten Sender sind fast wieder back to normal. Direkt nach dem Erdbeben hatten sie ihr Programm » weiter
Tagsüber ist – zumindest im Einkaufsviertel Shibuya – fast alles wie immer. Die Teenies spazieren mit ihren Freunden auf der Straße. Musik plärrt aus den Lautsprechern der Geschäfte. Die Schüler stehen auf der Straße rum und plaudern. Einige kaufen ein. Aber am Abend merkt man dann doch, dass die Stimmung in der Stadt eine andere » weiter
Es gibt beruhigendere Ziele, als ausgerechnet jetzt nach Tokio zu fliegen. Silke Ballweg tut es trotzdem, um ab Mittwoch (30. März) über den Alltag in Tokio zu berichten. An Bord ihres Fluges ist sie die einzige Europäerin. Die erste Reportage von Silke Ballweg erzählt von ihrem Hinflug und den Mitreisenden auf dem Flug nach Tokio. » weiter
Ich bin in Tokio gelandet. Ich wohne in Shibuya und aus dem gläsernen Hotelaufzug kann ich auf den Hachiko runterschauen und auf die Shibuya-Crossing, die berühmte Kreuzung mit den vielen, vielen Zebrastreifen. Früher konnte man hier abends Zeitung lesen, weil der Platz taghell erleuchtet war. Aber nun ist er tatsächlich dunkel. Die Japaner würden wohl “kowai” » weiter
Eine Kunstaktion an der Schnittstelle der digitalen und analogen Welt. Ein Medienkünstler aus Berlin, der in New York lebt, eingemauerte USB-Sticks und ein Motto. Das waren die Zutaten des DRadio Wissen Dead-Drops-Experiments. Heute ziehen wir eine erste Zwischenbilanz. “Warum hat es sich gelohnt, heute aufzustehen?” Das war unsere Leitfrage. Mit ihr sind wir vor drei » weiter